Motteneier erkennen und bekämpfen

Wer Motten in der Wohnung sieht, hat meist längst Motteneier im Haus. Ein einziges Weibchen legt je nach Art bis zu rund 300 Eier, jedes davon nur 0,3 bis 0,5 Millimeter groß. Deshalb entdecken die meisten Betroffenen nicht die Eier selbst, sondern erst die Larven, die Gespinste im Müsli oder das Loch im Lieblingspullover.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Motten-Eier aussehen, wo Kleidermotten und Lebensmittelmotten sie ablegen und wie Sie die Eier von Motten sicher erkennen. Außerdem lesen Sie, welche Maßnahmen die Eier tatsächlich abtöten – und welche Hausmittel eine Eiablage verhindern können.

Fachlich geprüft von Sabine Prozell, Diplom-Biologin · Stand: 07.10.2026

Motteneier erkennen und bekämpfen

Wie sehen Motteneier aus?

Motteneier sind winzig, oval und hell. Sie messen gerade einmal 0,3 bis 0,5 Millimeter. Damit ist ein einzelnes Ei etwa so groß wie ein Salzkorn, nur runder und weicher in der Kontur. Die Farbe der Eier ist meist weißlich, elfenbein- oder cremefarben. Bei manchen Lebensmittelmotten können sie aber auch gräulich oder gelblich gefärbt sein.

Mit bloßem Auge erkennen Sie Motteneier bestenfalls als helle Pünktchen.  Oftmals werden sie auch mit den Kotbröckchen der Motten verwechselt. Sicher bestimmen lassen sie sich erst mit einer Lupe. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln oder in kleinen Grüppchen ab, nie als auffälliges Gelege. Viele Eier haften mit einem klebrigen Sekret an Fasern oder Oberflächen und lassen sich nicht einfach abschütteln.

Motteneier-Bilder: Kleidermotte und Lebensmittelmotte im Vergleich

Merkmal Kleidermotte (Tineola bisselliella) Lebensmittelmotten (Dörrobst-, Mehl-, Speichermotte)
Größeca. 0,5 mm lang0,3–0,5 mm
Formovaloval bis länglich-oval
Farbeweiß bis elfenbeinfarben, leicht glänzendgräulich-weiß bis gelblich-weiß
Oberflächewirkt unter der Lupe glattfein strukturiert (unter der Lupe sichtbar)
Ablageeinzeln oder in kleinen Gruppen zwischen Fasern festgeklebt, auch in Fugen, in denen sich z. B. Tierhaare gesammelt habeneinzeln oder in Gruppen direkt am Lebensmittel und in Ritzen mit Lebensmittelresten
Eier pro Weibchenbis zu 250je nach Art bis zu rund 300
Typischer FundortWolle, Seide, Pelz, Federn, TeppichkantenMehl, Müsli, Nüsse, Trockenobst, Tierfutter
Lebensmittelmotteneier unter dem Mikroskop
Kleidermotteneier unter dem Mikroskop

Eier von Kleidermotten

Kleidermotten-Eier finden Sie fast immer dort, wo Wolle, Seide, Pelz oder Federn ungestört im Dunkeln liegen und nicht bewegt werden. Aber auch synthetische Stoffe, auf denen sich Tierhaare befinden, werden nicht verschont. Die Weibchen kleben die Eier einzeln oder in kleinen Portionen zwischen die Fasern, damit die schlüpfenden Larven sofort fressen können.

Wie sehen Kleidermotten-Eier aus?

Die Eier der Kleidermotte sind oval, etwa einen halben Millimeter lang und weiß bis elfenbeinfarben. Eine Zeichnung haben sie nicht, die Oberfläche glänzt leicht. Bevorzugt kleben die Weibchen sie an raue Oberflächen, in Falten und Vertiefungen.

Weil Kleidermotteneier zwischen den Fasern stecken, sehen Sie sie selbst bei genauem Hinsehen kaum. Eine Lupe mit zehnfacher Vergrößerung und eine Taschenlampe im flachen Winkel helfen deutlich bei der Erkennung.

Häufig werden die Eier mit dem Kot der Larven verwechselt. Der Unterschied ist jedoch einfach: Kotkrümel haben die Farbe des befressenen Stoffes, Eier sind immer hell. Finden Sie flache, durchscheinende Hüllen, sind daraus bereits Larven geschlüpft.

Kotbröckchen werden auf der Kleidung häufig mit Motteneiern verwechselt

Motteneier in Kleidung

Kleidermotten bevorzugen Textilien, die lange nicht getragen wurden und aus keratinhaltigen Fasern bestehen. Denn diese liefern den Larven die benötigten Nährstoffe. Kontrollieren Sie deshalb vor allem:
  • Nähte, Säume und Bündchen von Wollpullovern
  • Innentaschen von Mänteln und Sakkos
  • die Unterseite gefalteter Stapel im Schrankfach
  • Kaschmir, Merino, Angora, Seide und Pelzbesätze
  • Daunenjacken, Federkissen und Wollsocken
  • Aber auch synthetische Materialien, auf denen Tierhaare sind
Reine Baumwolle und Kunstfasern ohne Tierhaare können die Larven nicht verwerten. Gefährdet sind dagegen immer auch Mischgewebe mit Wollanteil.Ein einfacher Sofort-Tipp: Hängen Sie verdächtige Kleidungsstücke bei Tageslicht auf und bürsten Sie sie kräftig ab. Motteneier sind lichtempfindlich, und das Ausbürsten löst viele Eier aus dem Gewebe. Einen Befall beseitigen Sie damit allein jedoch nicht.

Motteneier im Teppich

Im Teppich legen Kleidermotten ihre Eier dort ab, wo niemand läuft und selten gesaugt wird. Typische Stellen sind Teppichkanten und Fransen, die Flächen unter Sofa, Bett und Schränken sowie die Teppichrückseite. Besonders gefährdet sind Woll-, Berber- und Orientteppiche, außerdem Felle und Wandbehänge aus Naturfasern.

Saugen Sie diese Zonen langsam und in mehreren Richtungen ab, auch den Rand und die Unterseite. Den Staubsaugerbeutel entsorgen Sie danach direkt, aber bitte außerhalb der Wohnung, sonst entwickeln sich die Eier im Beutel weiter.

Haben Sie Eier, Larven oder Fraßspuren an Textilien gefunden? Unser Schlupfwespen-Rechner gegen Kleidermotten ermittelt in wenigen Schritten, welche Nützlinge Sie in welcher Menge brauchen. Alles Weitere zu dieser Mottenart selbst finden Sie im Ratgeber Kleidermotten erkennen und bekämpfen.

Und falls Sie Löcher im Teppich gefunden haben, aber keine Gespinste oder Falter sehen, könnten auch Speckkäfer dahinterstecken. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Speckkäfer erkennen und bekämpfen.

Eier von Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten legen ihre Eier direkt an oder in die Nahrung ihrer Larven, also mitten in Mehl, Müsli, Nüsse oder Trockenobst. Dort verschwinden die winzigen Eier zwischen Krümeln und Körnern und fallen kaum auf. Aber auch in Ritzen und Fugen, in denen sich Lebensmittelreste befinden, können Motteneier abgelegt werden.

Wie sehen Eier von Lebensmittelmotten aus?

Die Eier sind 0,3 bis 0,5 Millimeter groß, oval und hell. Je nach Art unterscheiden sie sich leicht:

  • Dörrobstmotte (Plodia interpunctella): gräulich-weiß, meist einzeln oder in Gruppen von etwa 12 bis 30 Eiern direkt an Lebensmitteln.
  • Mehlmotte (Ephestia kuehniella): weißlich, meist mitten im Mehl oder Getreideprodukt.
  • Speichermotte (Ephestia elutella): gelblich-weiß, mit fein strukturierter Oberfläche, meist an oder in der Nähe von Getreide, Nüssen, Trockenobst, Kakao und Schokolade.

Unter der Lupe zeigen Lebensmittelmotten-Eier eine fein gemusterte Schale. Daran unterscheiden Sie sie von Salz-, Grieß- oder Zuckerkörnchen, die kantig und kristallin wirken.

In Mehl und Getreide rieseln die Eier nach unten. Eine sauber aussehende Oberfläche ist deshalb kein Beweis für einen befallsfreien Vorrat. Praxistipp: Streuen Sie eine Probe dünn auf einen dunklen Teller und betrachten Sie sie mit der Lupe. Helle Eier, dunkle Kotkrümel und junge Larven heben sich so deutlich ab. Speziell die Kotbröckchen werden häufig in Vorräten mit Motteneiern verwechselt.

Mehr zu den einzelnen Arten und ihren Faltern finden Sie in unserem Ratgeber Lebensmittelmotten erkennen und bekämpfen.

Verwechselung von Kotbröckchen in Lebensmittelvorräten mit Motteneiern

Motteneier in der Küche: die typischen Verstecke

In der Küche liegen Motteneier nicht nur in Lebensmitteln selbst. Die Weibchen der Dörrobstmotte legen ihre Eier beispielsweise auch in enge Ritzen und Fugen ab, in denen sich Lebensmittelreste befinden. Suchen Sie deshalb gezielt auch an diesen Stellen:

  • Falze, Knicke und Klebelaschen von Papier- und Kartonverpackungen
  • Schraubgewinde von Deckeln und Ränder angebrochener Tüten
  • Bohrlöcher für Regalbodenträger in den Schrankseitenwänden
  • Fugen zwischen Schrankboden, Rückwand und Sockelblende
  • Tierfutter, Vogelfutter und Streusaaten, oft in Flur oder Keller gelagert
  • Gewürze, Tee, Kakao und Schokolade
  • Dekoration aus Naturmaterial wie Trockenblumen, Maiskolben oder Nussgestecke

Die meisten Befallsherde beginnen übrigens nicht mit zufliegenden Faltern. Häufiger werden Eier oder Larven mit bereits befallenen Produkten oder Pappkartons eingeschleppt. Darum raten wir Ihnen, Lebensmittel direkt nach dem Einkauf zu kontrollieren.

Haben Sie bereits Motten in der Küche gesehen? Mit unserem Schlupfwespen-Rechner gegen Lebensmittelmotten erfahren Sie in wenigen Klicks, welche Nützlinge Sie für Ihre Schränke brauchen. Die komplette Vorgehensweise steht im Ratgeber Lebensmittelmotten bekämpfen.

Wo legen Motten ihre Eier ab? Drei Regeln für die Suche

Motten legen ihre Eier dort ab, wo die Larven sofort Nahrung finden, ungestört bleiben und vor Licht geschützt sind. Wenn Sie diese drei Bedingungen kennen, wissen Sie auch, wo Sie suchen müssen.

  1. Nahrung direkt am Ablageort. Kleidermotten brauchen Keratin aus Wolle, Haaren oder Federn. Lebensmittelmotten brauchen trockene, pflanzliche Vorräte. Die frisch geschlüpften Larven sind kaum einen Millimeter groß und beginnen innerhalb weniger Stunden zu fressen.
  2. Ruhe. Bevorzugt werden zur Eiablage Kleidung, die monatelang ungetragen im Schrank hängt, Teppichbereiche unter Möbeln und Vorräte, die lange nicht angebrochen wurden. Wo sich regelmäßig etwas bewegt, getragen wird oder wo gesaugt wird, überleben weniger Eier.
  3. Dunkelheit und Schutz. Falten, Nähte, Fasergewebe, Ritzen und Bohrlöcher, in denen sich Nahrung befindet, bieten Schutz. Kleidermotten meiden Licht ohnehin und sind vor allem in der Dämmerung aktiv.

Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel: Sehen Sie fliegende Motten, sollten Sie davon ausgehen, dass bereits Eier gelegt wurden. Die Weibchen legen ihre Eier nicht an einem Ort ab, sondern verteilt über mehrere Tage und mehrere Stellen. Wie Sie bei der Suche systematisch vorgehen, zeigt der nächste Abschnitt.

Motteneier erkennen: Schritt für Schritt zur sicheren Bestimmung

Motteneier finden Sie am zuverlässigsten mit Lupe, Streiflicht und einem kontrastreichen Untergrund. Gehen Sie dabei systematisch vor, statt wahllos alle Schränke auszuräumen.

  1. Bereich des Befalls eingrenzen. Stellen Sie Pheromonfallen an mehreren Stellen auf, zum Beispiel eine Kleidermottenfalle im Schlafzimmer oder eine Lebensmittelmotten-Falle in der Küche. Wo die meisten Männchen kleben, beginnen Sie mit der Suche. Lebensmittelmotten-Fallen sollten Sie bei offenem Fenster aber nur aufstellen, wenn die Abendtemperaturen unter 15 °C liegen, sonst locken Sie Falter von draußen an.
  2. Richtig ausrüsten. Sie brauchen eine Lupe mit etwa zehnfacher Vergrößerung, eine Taschenlampe und einen dunklen Untergrund, etwa ein dunkles Tuch oder einen dunklen Teller. Helle Eier fallen darauf wesentlich besser auf.
  3. Stichproben nehmen. Bürsten Sie Wollsachen über dem dunklen Tuch ab. Streuen Sie Mehl, Haferflocken oder Gewürze dünn auf den Teller. Leuchten Sie Ritzen und Bohrlöcher im flachen Winkel aus.
  4. Begleitspuren prüfen. Eier allein finden Sie selten. Meist sind auch Gespinste, Kotkrümel, Larven oder leere Puppenhüllen in der Nähe. Diese Spuren bestätigen den Verdacht.
  5. Fund bestimmen. Betrachten Sie Ihren Fund durch die Lupe und gleichen Sie ihn mit den Bildern in diesem Ratgeber ab. Falls Sie Larven oder fliegende Falter sehen, können Sie auch unsere Online-Schädlingsbestimmung nutzen. Bleiben Zweifel, schicken Sie uns ein Foto oder direkt eine Probe zu.

Ei, Kot oder Larve? Häufige Verwechslungen

Mit der nachfolgenden Tabelle können Sie Ihren Fund abgleichen und anhand der Merkmale bestimmen, ob es sich um Motteneier handelt, oder doch etwas anderes.

FundGrößeSo sieht er ausWas er bedeutet
Mottenei0,3–0,5 mmhell, oval, bewegt sich nichtEine neue Generation steht bevor.
Schwarzes Mottenei0,3–0,5 mmdunkelgrau bis schwarz, ovalVon Schlupfwespen parasitiert, daraus schlüpft keine Motte.
Kot der Kleider­mottenlarvewinzige KörnchenFarbe des befressenen StoffesLarven fressen bereits.
Kot der Lebensmittel­mottenlarvewinzige Körnchendunkel, oft in Gespinste eingesponnenAktiver Larvenbefall im Vorrat.
Junge Larveab ca. 1 mmhell, wurmförmig, dunkler Kopf, bewegt sichLarvenbefall, Eier sind schon geschlüpft.
GespinstFäden, Röhren, Klumpenseidig, verklebt Krümel oder FasernLarven sind aktiv oder waren es.

Sie finden vor allem Larven, aber kaum Eier oder Falter? Dann ist der Befall schon weiter fortgeschritten. Wie Sie die Larven sicher unterscheiden und gezielt bekämpfen, lesen Sie im Ratgeber Mottenlarven erkennen und bekämpfen.

Motteneier und eine Larve einer Lebensmittelmotte auf Pistazien

Vom Ei zur Larve: Wie schnell schlüpfen Larven aus den Motteneiern?

Aus Motteneiern schlüpfen bei Zimmertemperatur meist nach 4 bis 10 Tagen die Larven. In kühlen Räumen kann es bis zu drei Wochen dauern. Grundsätzlich gilt: Je wärmer es ist, desto schneller geht es.

Unterhalb von etwa 13 °C kommt die Entwicklung der Kleidermotte weitgehend zum Stillstand. In beheizten Wohnungen finden Motten dagegen das ganze Jahr über passende Bedingungen.

Was das für die Bekämpfung bedeutet

Das Zeitfenster, in dem ein Mottenei angreifbar ist, beträgt also nur wenige Tage. Danach ist aus dem Ei eine fressende Larve geworden. Für die Bekämpfung hat das zwei Folgen:

  • Laufender Nachschub ist entscheidend. Die Falter legen ihre Eier zeitversetzt ab. Neben schlupfreifen Eiern liegen also ständig frische. Eine einmalige Maßnahme erwischt deshalb nur einen Teil. Unsere Trichogramma-Karten enthalten Schlupfwespen in verschiedenen Entwicklungsstadien, sodass über rund drei Wochen immer neue Nützlinge schlüpfen und die Motteneier parasitieren.
  • Ohne Falter keine Eier. Fliegen keine Motten mehr, werden auch keine neuen Eier gelegt. Dann sind die Larven das Problem, und Sie brauchen Nützlinge, die Larven parasitieren.

Wie Sie Larven erkennen und welche Nützlinge gegen sie wirken, lesen Sie im Ratgeber Mottenlarven erkennen und bekämpfen.

Motteneier bekämpfen: Was gegen die Eier wirklich hilft

Motteneier lassen sich mit Hitze, Kälte und Schlupfwespen zuverlässig abtöten. Hitze und Kälte wirken sofort, aber nur bei allem, was in Waschmaschine, Backofen oder Gefrierschrank passt. Für Ritzen, Teppiche und ganze Schränke mit Vorräten sind Nützlinge die praktikable Lösung.

Hitze und Kälte: Motteneier physikalisch abtöten

  • Waschen: bei mindestens 60 °C, sofern das Material es verträgt.
  • Backofen: eine Stunde bei 60 °C für hitzebeständige Textilien und trockene Vorräte. Aber Vorsicht, bei Lebensmitteln kann sich dabei die Qualität verändern.
  • Föhn: auf höchster Stufe in Ritzen, Fugen und Bohrlöcher halten. Achten Sie auf folierte Flächen. Diese dürfen nicht zu stark erhitzt werden.
  • Praxis-Tipp für Kleidung: Im Sommer ganz einfach alles in einen schwarzen Müllsack geben, Luft rauspressen und zutapen. Dann den Sack ins Auto legen und es in die Sonne stellen. So sind nach ungefähr einer Stunde alle Mottenstadien tot.
  • Gefrieren von Vorräten: Trockenes Tierfutter und Vorräte mindestens 24 Stunden bei –18 °C einfrieren, so empfiehlt es auch das Umweltbundesamt.
  • Gefrieren von Textilien: Zwei Wochen bei –20 °C in die Gefriertruhe legen, weil die Kälte langsamer in dicke Stoffe dringt. Wolle, Seide und Kaschmir überstehen das schonender als Hitze. Verpacken Sie die Stücke luftdicht, damit sich beim Auftauen kein Kondenswasser im Stoff sammelt.

Die Grenzen liegen auf der Hand: Einen Teppich, eine Einbauküche oder einen ganzen Kleiderschrank können Sie weder waschen noch einfrieren. Genau dort setzen Nützlinge an.

Schlupfwespen: die biologische Lösung gegen Motteneier

Die Schlupfwespe Trichogramma evanescens ist auf Motteneier spezialisiert. Das rund 0,3 Millimeter kleine Weibchen sticht mit seinem Legebohrer in das Mottenei und legt sein eigenes Ei hinein. Die Schlupfwespenlarve verbraucht den Inhalt und nach einigen Tagen färbt sich das Mottenei dunkel. Statt einer Mottenlarve schlüpft daraus eine neue Schlupfwespe, die sofort weitersucht.

Der entscheidende Vorteil: Die Nützlinge erreichen Eier in Verpackungsfalten, Schrankfugen und zwischen Teppichfasern, an die kein Staubsauger und keine Waschmaschine herankommt. Für Menschen und Haustiere sind sie ungefährlich, sie können nicht stechen und verschwinden von selbst, sobald keine Motteneier mehr da sind.

Wichtig zu wissen: Trichogramma wirkt ausschließlich gegen Eier. Der Einsatz lohnt sich deshalb, solange Falter fliegen und neue Eier legen. Auch das Umweltbundesamt empfiehlt gegen Lebensmittelmotten, Trichogramma gegen die Eier mit der Brackwespe gegen die Larven zu kombinieren.

Welcher Nützling passt zu Ihrem Befall?

Ihre BeobachtungAngriffspunktNützlingPassendes Produkt
Falter in Küche oder VorratsschrankEier der Lebensmittel­mottenTrichogramma evanescens9-Wochen-Abo gegen Lebensmittel­motten oder Einzelkarten
Larven und Gespinste in der Küche, kaum Falter (häufig im Herbst und Winter)Larven, auch überwinterndeHabrobracon hebetorBrackwespen gegen Lebensmittel­motten
Löcher, Larven oder Gespinste an Textilien und TeppichenLarven der KleidermotteBaryscapus tineivorusSchlupfwespen gegen Kleidermotten
Zusätzlich fliegende KleidermottenEier der KleidermotteTrichogramma evanescensSchlupfwespen gegen Kleidermotten-Eier

Wie viele Karten oder Einheiten Sie brauchen, hängt von der Zahl der Fächer und Schubladen und von der Fläche ab. Das rechnen unsere Bedarfsrechner für Sie aus: Rechner gegen Lebensmittelmotten und Rechner gegen Kleidermotten. Einen Überblick über alle Arten bietet Ihnen unser Ratgeber Schlupfwespen kaufen.

Was gegen Motteneier nicht hilft

  • Pheromonfallen fangen nur Männchen der Motten. Bereits gelegte Eier bleiben unberührt. Zur Kontrolle sind die Fallen trotzdem unverzichtbar, mehr dazu im Beitrag Schlupfwespen oder Mottenfalle?
  • Lavendel, Zedernholz und Nelken halten allenfalls die Falter fern. Existierende Eier und Larven töten sie nicht.
  • Insektensprays erreichen Eier in Fasern und Ritzen kaum, schädigen aber die Nützlinge. In Küche und Kleiderschrank haben Insektizide ohnehin nichts verloren.
  • Essigwasser eignet sich gut zum Auswischen und entfernt Eier von glatten Flächen. In tiefe Ritzen dringt es kaum ein, dort ist der Föhn wirksamer.

Ihr nächster Schritt gegen Motteneier

Sie wissen jetzt, wie Motteneier aussehen und wo sie liegen. Diese Wege führen am schnellsten zu einer Lösung, die zu Ihrem Befall passt:

Alle Nützlinge stammen aus unserer eigenen Zucht in Berlin und werden erst nach Ihrer Bestellung frisch versendet. Beraten werden Sie von Biologinnen und Biologen, die Haushalte, Museen und Lebensmittelbetriebe seit vielen Jahren bei Mottenbefall begleiten.

Häufige Fragen zu Motteneiern

Meist gar nichts. Motteneier sind nicht giftig und übertragen keine Krankheitserreger. Wer versehentlich ein paar Eier im Müsli mitgegessen hat, muss sich keine Sorgen machen. Beim Kochen oder Backen überleben die Eier ohnehin nicht.

Bedenklich ist der Befall als Ganzes. Kot, Gespinste und Häutungsreste der Larven sowie eingeschleppte Schimmelpilze oder Milben können Allergien sowie Haut- oder Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Vorräte mit Befallsspuren gehören deshalb in den Müll.

Über chemische Spuren. Trichogramma-Weibchen nehmen Duftstoffe wahr, die Mottenweibchen bei der Eiablage hinterlassen. Manche Arten nutzen sogar den Sexuallockstoff der Motten zur Orientierung, in der Forschung ist von „chemischer Spionage“ die Rede.

Treffen die Schlupfwespen auf solche Stoffe, laufen sie langsamer und suchen die Stelle gründlich ab, bis sie ein Ei finden. Vor der Eiablage prüfen sie das Mottenei mit den Fühlern. Weil Trichogramma krabbelt und nicht fliegt, sollten die Karten direkten Kontakt zu Regalboden oder Schrankwand haben.

Motteneier sind 0,3 bis 0,5 Millimeter groß. Damit sind sie deutlich kleiner als ein Stecknadelkopf und mit bloßem Auge kaum zu erkennen.

Sehr schnell. Bei der Dörrobstmotte paaren sich die meisten Falter innerhalb von 24 Stunden nach dem Schlupf. Die Weibchen beginnen innerhalb weniger Tage mit der Eiablage, meist nachts, und legen den Großteil ihrer Eier in den ersten fünf Tagen. Kleidermotten-Weibchen beginnen kurz nach der Paarung und verteilen ihre Eier über ihr nur gut zwei Wochen langes Leben.

Bei Zimmertemperatur meist 4 bis 10 Tage. Bei 25 °C schlüpfen die Larven der Dörrobstmotte schon nach 4 bis 5 Tagen, bei 20 °C nach 7 bis 8 Tagen. Kleidermotten-Eier brauchen in kühlen Räumen bis zu drei Wochen.

Zuverlässig wirken Hitze ab 60 °C, Kälte ab –18 °C (bei Lebensmittelmotten) oder -20 °C (bei Kleidermotten) über ausreichend lange Zeit und Trichogramma-Schlupfwespen, die die Eier parasitieren. Lavendel, Zedernholz und Pheromonfallen töten keine Eier.

Ein Nest im eigentlichen Sinn bauen Motten nicht. Gemeint ist der Befallsherd, also die Stelle, an der sich Eier, Larven, Gespinste und Puppen häufen. Stellen Sie Pheromonfallen an mehreren Orten auf und suchen Sie dort, wo die meisten Falter kleben.

Bei Lebensmittelmotten führt oft die Spur wandernder Larven an Wand oder Decke zurück zum befallenen Vorrat. Bei Kleidermotten liegt der Herd fast immer bei selten getragenen Wollsachen oder an Teppichrändern unter Möbeln.

Nur so lange, bis die Larve schlüpft, also einige Tage bis wenige Wochen. Anders als die Larven legen Motteneier keine monatelange Ruhephase ein. Lebensmittelmotten überdauern den Winter als Larven in Ritzen, Fugen und Regallöchern. Tauchen nach langer Pause wieder Motten auf, stammen sie deshalb meist von diesen Larven und nicht von alten Eiern.

Nein. Pheromonfallen locken ausschließlich männliche Falter an. Bereits gelegte Eier erfassen sie nicht. Die Fallen zeigen Ihnen aber, wo der Befall sitzt und ob die Bekämpfung wirkt, deshalb gehören sie zu jeder Behandlung dazu.

Ja, das ist sogar der häufigste Weg in die Küche. Eier und junge Larven gelangen mit bereits befallenen Produkten oder Pappkartons ins Haus. Prüfen Sie neue Vorräte deshalb direkt nach dem Einkauf und lagern Sie sie in Gläsern mit dicht schließendem Deckel. Trockene Lebensmittel wie Tierfutter können Sie zur Sicherheit 24 Stunden bei –18 °C einfrieren oder für eine Stunde im Backofen bei 60 °C erhitzen.

Unsere Produkte gegen Motten, ihre Eier und Larven

Warenkorb
Nach oben scrollen