Thripse erkennen und effektiv bekämpfen

Thripse, auch als Fransenflügler oder wissenschaftlich „Thysanoptera“ bekannt, sind winzige Pflanzenschädlinge, die jedoch große Schäden an Zimmerpflanzen und Gartenpflanzen verursachen können. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, Thripse zu erkennen und ihre Schadbilder zu identifizieren.

Natürlich erfahren Sie auch, warum diese Schädlinge als Gewittertierchen bezeichnet werden und alles über effektive Methoden zur Bekämpfung von Thripsen, ganz ohne chemische Mittel.

Fachlich geprüft von Sabine Prozell, Diplom-Biologin · Stand: 03.10.2026

Thripse erkennen und bekämpfen

Thripse im Steckbrief: Aussehen, Größe und Arten

Thripse sind kleine, geflügelte Insekten, die zu den Fransenflüglern (Thysanoptera) gehören. Weltweit gibt es über 5.500 bekannte Arten, von denen in Deutschland rund 230 Arten vorkommen.

Davon sind bei den deutschen Pflanzenschutzämtern 26 Arten als Schädlinge gelistet. Zu den wichtigsten Arten gehören:

Verschiedene Arten von Thripsen, darunter auch die Thripse-Art, die als Gewittertierchen bekannt ist

Diese Insekten ernähren sich von Pflanzenzellen, indem sie die Pflanzenoberfläche anstechen und den Saft aussaugen. Das führt zu sichtbaren Schäden an Blättern und Blüten.

Aussehen: Thripse sind etwa 1-3 mm lang und haben eine schmale, längliche Form. Sie können gelblich, braun oder auch schwarz gefärbt sein.

Lebensraum: Sie sind sowohl auf Zimmerpflanzen wie der Monstera als auch im Garten zu finden.

Thripse erkennen: Symptome und Schadbild

Thripse saugen mit ihren stark abgewandelten Mundwerkzeugen den Pflanzensaft aus den äußeren Schichten der Blätter. Dadurch hinterlassen sie markante Schäden an den Blättern der Pflanzen.

Ein Befall mit Thripsen lässt sich anhand der folgenden Symptome erkennen, kann jedoch auch leicht mit dem Schadbild von Spinnmilben verwechselt werden:

Helle, silbrig schimmernde Flecken sind ein typisches Schadbild durch Thripse
Schwarze Kotflecken und braune Verfärbungen an Blättern durch Thripse

Besonders bei Pflanzen wie der Monstera ist es wichtig, frühzeitig zu handeln, um weitere Schäden zu verhindern.

So gelangen Thripse an Ihre Pflanzen

Thripse gelangen oft durch offene Fenster in den Haushalt. Sie können allerdings auch mit dem Kauf bereits befallener Pflanzen eingeschleppt werden. Trockene Heizungsluft und Temperaturen über 20°C beschleunigen die Vermehrung erheblich. Steht die Pflanze zusätzlich zugig geschützt und wird selten kontrolliert, bleibt ein beginnender Befall lange unbemerkt.

Schäden durch Thripse: von Wachstumsstörung bis Virusübertragung

Thripse sind ernstzunehmende Schädlinge, die das Wachstum der Pflanze stark beeinträchtigen können. Durch die Saugtätigkeit der Fransenflügler verlieren die Pflanzen im besten Fall nur ein wenig an Vitalität.

Da es sich aber um Überträger von Viruserkrankungen handelt, können Pflanzen bei einem starken Befall jedoch langfristig geschädigt werden, oder sogar vollständig absterben. Besonders Zimmerpflanzen wie die Monstera werden bevorzugt von Thripsen befallen.

Gewittertierchen: Thripse auf Haut, Wäsche und Bildschirmen

An schwülen Sommertagen tauchen sie plötzlich in Massen auf: winzige Punkte auf den Unterarmen, auf heller Wäsche, hinter Bilderrahmen und an Monitoren. Ob Gewittertierchen, Gewitterfliegen oder Gewitterwürmchen – gemeint sind immer Thripse, meist die Getreidethripse Limothrips cerealium und Limothrips denticornis.

Der Grund ist banal. Von Juni bis August entwickeln sich auf Getreidefeldern riesige Populationen. Reift der Bestand ab, wandern auch die Tiere ab. Da Thripse schwache Flieger sind, tragen warme, aufsteigende Luftströmungen sie weit mit. Auf Haut oder Wäsche landen sie zufällig, nicht gezielt. Der gelegentliche Piks entsteht bei der Suche nach Feuchtigkeit, ist harmlos und überträgt keine Krankheiten. Kühlen genügt.

Aussperren lässt sich der Zuflug kaum, denn durch ein normales Fliegengitter passt ein Thrips mühelos hindurch. Halten Sie Fenster an schwülen Nachmittagen geschlossen, trocknen Sie helle Wäsche drinnen und saugen Sie angesammelte Tiere ab, statt sie zu verwischen. Nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei.

Gewittertierchen sind Thripse, die auch auf der Haut landen

Gewittertierchen oder echter Befall?

Wenn Sie Thripse auf der Haut, Wäsche oder am Bildschirm an einem schwülen Tag wahrnehmen, handelt es sich meist nur um einen Zuflug aus dem Freiland, der nur vorübergehend ist und somit keine Behandlung erfordert.

Falls jedoch Gewittertierchen direkt an der Pflanze und dazu schon silbrige Saugstellen und schwarze Kotpünktchen vorhanden sind, sollten Sie handeln. Denn dann ist es ein echter Befall, gegen den Sie etwas tun müssen.

Aber es kann auch beides zusammenfallen: zugeflogene Thripse aus dem Freiland gehen gelegentlich auf Zimmerpflanzen über. Kontrollieren Sie deshalb nach einem starken Schwarmflug für zwei bis drei Wochen die Blattunterseiten.

Thripse bekämpfen: Die besten Methoden

Chemische Mittel können eine effektive Lösung sein, wenn der Befall bereits stark ist. Produkte wie Insektizide auf Basis von Pyrethroiden oder Neonicotinoiden wirken zwar schnell, sind aber nur mit Vorsicht zu genießen.

Denn die enthaltenen Wirkstoffe können durchaus auch schädlich für die Umwelt, Menschen und auch Haustiere sein. Darum sollte man zuerst eine biologische Lösung nutzen, bevor man direkt zur chemischen Keule greift.

Nützlinge gegen Thripse

Eine effektive und umweltfreundliche Methode zur Bekämpfung von Thripsen ist der Einsatz von Nützlingen wie Raubmilben. Hierbei handelt es sich um die natürlichen Feinde der Thripse. Sie helfen dabei, die Schädlinge auf biologischem Weg zu bekämpfen, ohne die Pflanze oder die Umwelt zu belasten. Schlupfwespen gehören nicht dazu. Aber es gibt zum Glück bewährte Alternativen, die wir Ihnen jetzt vorstellen:

Raubmilben gegen Fransenflügler

Raubmilben der Art Neoseiulus cucumeris (früher Amblyseius cucumeris) sind eine hervorragende Wahl, um Thripse auf natürliche Weise zu bekämpfen. Sie ernähren sich von den Larven und Eiern der Schädlinge und verhindern so deren Vermehrung. Auch die beiden Arten Amblyseius swirskii und Hypoaspis miles (heute Stratiolaelaps scimitus) wirken hervorragend gegen Thripse.

Anwendung: Raubmilben werden direkt auf die befallenen Pflanzen oder in die Erde eingebracht. Sie suchen aktiv nach den Thripsen und bekämpfen sie zuverlässig.

Vorteile: Diese Methode ist besonders für Zimmerpflanzen oder Pflanzen im Gewächshaus geeignet, da sie schonend und chemiefrei ist.

Florfliegenlarven

Eine weitere Möglichkeit, Thripse zu bekämpfen, ist der Einsatz der Larven der Florfliege (Chrysoperla carnea). Diese Nützlinge sind besonders gefräßig und können große Mengen der Fransenflügler in kurzer Zeit vertilgen.

Anwendung: Die Larven werden auf den betroffenen Pflanzen verteilt. Sie suchen gezielt nach Thripsen und anderen Schädlingen und vertilgen diese.

Vorteile: Florfliegenlarven sind vielseitig einsetzbar und greifen nicht nur Thripse, sondern auch andere Schädlinge wie Blattläuse und Schmierläuse an.

Neemsamen als natürliches Insektizid

Ein bewährtes Mittel gegen Thripse sind die Samen des Neembaums. Hiermit lässt sich ein wirksames Wasserextrakt herstellen, das Sie auf die befallenen Pflanzen sprühen können. Zusätzlich kann man die Neemsamen in die Pflanzerde mischen.

Hierdurch kann der Wirkstoff Azadirachtin durch die Pflanzen aufgenommen werden und wird so an die Schädlinge weitergegeben. Er verhindert eine Häutung der Fransenflügler, wodurch sie in ihrer zu engen Haut absterben.

Thripse in der Erde bekämpfen

Thripse können sich auch in der Erde verstecken. Daher ist es wichtig, sie nicht nur auf den Blättern, sondern auch in der Erde zu bekämpfen. Dazu eignen sich folgende Methoden:

Neemöl als Gießlösung

Dazu wird ein Wasserextrakt mit Neemöl als Gießwasser verwendet, um die Pflanze zu wässern. So dringt das Neemöl in die Erde ein und bekämpft dort versteckte Thripse.

Nematoden gegen Boden-Stadien

Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer können im Boden versteckte Puppen der Fransenflügler parasitieren und so abtöten. Hierzu eignen sich besonders Nematoden der Arten Steinernema und Heterorhabditis.

Fransenflügler mit Hausmitteln bekämpfen

Es gibt auch noch mehrere Hausmittel, die sich alternativ mit einbringen lassen, um Thripse auf natürliche Weise zu bekämpfen. Bedenken Sie jedoch, dass diese Methoden, im Gegensatz zu den vorangestellten Lösungen, nicht besonders effektiv sind und nur als Unterstützung genutzt werden sollen.

Blautafeln zum Monitoring

Farbige Leimtafeln wie Gelb- oder Blautafeln eignen sich hervorragend für den Einsatz gegen Thripse. Allerdings werden diese Schädlinge von der blauen Farbe stärker angezogen, als von gelber Farbe. Die Fangkarten sollten vorwiegend zur Überwachung (Monitoring) eingesetzt werden. Aber bei einem starken Befall, können sie auch den Befallsdruck zuverlässig mindern.

Seifenlösung

Eine milde Seifenlösung kann die Thripse ersticken. Verwenden Sie eine Mischung aus Wasser und biologisch abbaubarer Seife, um die Pflanze gründlich zu besprühen. Diese Methode sollte jedoch nicht gleichzeitig mit einer Neemöl-Behandlung erfolgen, um sicherzustellen, dass das Neemöl nicht abgewaschen wird.

Knoblauch und Zwiebel

Der starke Geruch von Knoblauch oder Zwiebeln kann Thripse abschrecken. Dazu können Sie kleine Stücke um die Pflanze herum legen. Alternativ kann man die Pflanze auch mit einem Knoblauchextrakt einsprühen. Auch dies sollte nicht in Kombination mit Neemöl erfolgen.

Spezialfall: Thripse an Monstera bekämpfen

Die Monstera ist eine beliebte Zimmerpflanze, die besonders anfällig für Fransenflügler ist. Um an der Monstera Thripse effektiv zu bekämpfen, sollten Sie:

Fransenflügler bekämpfen: Langfristige Prävention

Um einen erneuten Befall mit Thripsen zu verhindern, ist es wichtig, regelmäßige Kontrollen durchzuführen und die Pflanzengesundheit zu fördern:

Mit unserem Ratgeber sollten Sie zukünftig in der Lage sein, Thripse effektiv zu bekämpfen und von Ihren Pflanzen fernzuhalten. Sollten Sie Fragen zur Umsetzung haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne.

Häufige Fragen zu Thripsen

Thripse sind 1 bis 3 mm kleine, geflügelte Insekten aus der Ordnung der Fransenflügler (Thysanoptera). Ihr Körper ist schmal und länglich, die Färbung reicht von gelblich über braun bis schwarz. Weltweit sind über 5.500 Arten bekannt, in Deutschland kommen rund 230 vor. Davon führen die Pflanzenschutzämter 26 Arten als Schädlinge.

Meist gelangen sie durch geöffnete Fenster herein oder reisen mit einer neu gekauften Pflanze an, die den Befall bereits mitbringt. Deshalb lohnt es sich, jeden Neuzugang vor dem Zusammenstellen mit dem übrigen Bestand gründlich anzusehen – besonders die Blattunterseiten.

Das deutlichste Zeichen sind helle, silbrig schimmernde Flecken auf den Blättern. Sie entstehen dort, wo die Tiere Zellen leergesaugt haben. Dazu kommen verkrümmte oder braun verfärbte Blätter sowie winzige schwarze Kotpünktchen auf der Blattoberfläche. Einige Arten lösen Pflanzengallen aus, in denen sie leben und fressen.

Ja, die Schadbilder ähneln sich stark – beide hinterlassen helle Sprenkelungen auf dem Blatt. Der Unterschied liegt im Detail: Spinnmilben spinnen bei stärkerem Befall feine Gespinste, Thripse hinterlassen stattdessen schwarze Kotpünktchen. Bei Unsicherheit hilft ein Blick durch die Lupe auf die Blattunterseite.

Bei geringem Befall verliert die Pflanze zunächst nur an Vitalität und wächst schwächer. Kritisch wird es, weil Thripse Viruserkrankungen übertragen. Bleibt ein starker Befall unbehandelt, kann die Pflanze dauerhaft geschädigt werden oder vollständig eingehen.

Bewährt haben sich Raubmilben und Florfliegenlarven. Raubmilben der Art Neoseiulus cucumeris fressen Eier und Larven und unterbrechen so die Vermehrung. Amblyseius swirskii wirkt ebenfalls am Blatt, Hypoaspis miles erfasst die Stadien im Substrat. Florfliegenlarven sind sehr gefräßig und bekämpfen nebenbei auch Blattläuse und Schmierläuse.

Nein. Schlupfwespen sind gegen Fransenflügler nicht das passende Mittel, auch wenn sie bei anderen Schädlingen hervorragend arbeiten. Greifen Sie stattdessen zu Raubmilben, Florfliegenlarven oder Nematoden.

Ein Teil der Tiere hält sich im Substrat auf, deshalb sollte die Erde mitbehandelt werden. Zwei Wege haben sich bewährt: ein Wasserextrakt mit Neem als Gießwasser, das in den Wurzelbereich einzieht, sowie Nematoden der Gattungen Steinernema und Heterorhabditis. Diese Fadenwürmer parasitieren die im Boden versteckten Puppen. Auch Raubmilben der Art Hypoaspis miles erfassen die Stadien im Substrat sehr effektiv.

Aus Neemsamen lässt sich ein Wasserextrakt herstellen, das direkt auf die Pflanze gesprüht wird. Alternativ mischen Sie die Samen unter die Erde – dann nimmt die Pflanze den Wirkstoff Azadirachtin auf und gibt ihn beim Saugen an die Schädlinge weiter. Azadirachtin blockiert die Häutung, sodass die Tiere in ihrer zu eng gewordenen Haut absterben.

Blau. Fransenflügler reagieren deutlich stärker auf blaue Leimtafeln als auf gelbe. Ihre Hauptaufgabe ist die Überwachung: Sie zeigen früh an, ob und wie stark ein Befall läuft. Bei hohem Befallsdruck senken sie zusätzlich die Zahl der fliegenden Tiere.

Eine milde Lösung aus Wasser und biologisch abbaubarer Seife kann die Tiere ersticken, wenn Sie die Pflanze gründlich einsprühen. Auch der Geruch von Knoblauch oder Zwiebeln schreckt sie ab, entweder als Stücke rund um die Pflanze oder als Sprühextrakt. Rechnen Sie damit, dass diese Mittel den Befall nur begleiten, nicht beenden.

Nein. Die Seife würde das Neemöl von den Blättern waschen und damit die Wirkung aufheben. Dasselbe gilt für Knoblauchextrakt. Entscheiden Sie sich für eine Anwendung und behandeln Sie die Pflanze nicht parallel mit beidem.

Stellen Sie die Pflanze zuerst in Quarantäne und schneiden Sie stark befallene Blätter heraus. Danach die gesamte Monstera unter der Dusche abbrausen – das entfernt bereits einen Großteil der Tiere. Anschließend setzen Sie Raubmilben und Florfliegenlarven ein und unterstützen mit Neem, das die Pflanze aufnimmt und beim Saugen an die Thripse weitergibt.

Insektizide auf Basis von Pyrethroiden oder Neonicotinoiden wirken schnell, ihre Wirkstoffe können aber Umwelt, Menschen und Haustiere belasten. Wir empfehlen, zuerst den biologischen Weg zu gehen und die Chemie als letzte Option zu behandeln.

Halten Sie die Luft in Bewegung und lüften Sie regelmäßig – eine gute Zirkulation macht den Standort für Fransenflügler unattraktiv. Neue Pflanzen bleiben so lange isoliert, bis sicher ist, dass sie schädlingsfrei sind. Und kontrollieren Sie die Blattunterseiten, denn dort halten sich die Tiere bevorzugt auf. Vorbeugend können Sie auch Neemsamen in die Erde einarbeiten.

Nein. Thripse stechen weder gezielt noch übertragen sie Krankheiten auf den Menschen. An schwülen Sommertagen landen sie in großer Zahl auf Haut und Wäsche und werden dann Gewittertierchen genannt. Der leichte Piks entsteht, wenn ein Tier nach Feuchtigkeit sucht. Kühlen genügt, eine Behandlung ist nicht nötig.

Planen Sie mindestens drei Durchgänge im Abstand von sieben bis zehn Tagen ein. Bei Zimmertemperatur durchläuft ein Thrips seinen Zyklus in etwa zwei bis vier Wochen. Wer nach der ersten Behandlung aufhört, gibt den bereits abgelegten Eiern die Gelegenheit, eine neue Generation aufzubauen.

Weil zwei Stadien schwer erreichbar sind: Die Eier stecken im Blattgewebe, Vorpuppe und Puppe sitzen in den obersten Zentimetern des Substrats. Eine Sprühbehandlung erfasst beide nicht. Deshalb sollten Blatt und Erde parallel behandelt und die Anwendung wiederholt werden, bis der Zyklus unterbrochen ist.

Ja, alle drei Begriffe meinen dieselben Tiere: Thripse aus der Ordnung der Fransenflügler. Welcher Name gebräuchlich ist, hängt von der Region ab. Fachlich handelt es sich meist um Getreidethripse der Arten Limothrips cerealium und Limothrips denticornis, die im Hochsommer von abreifenden Getreidefeldern abfliegen.

Weil zwei Dinge zusammenkommen. Von Juni bis August entwickeln sich auf Getreidefeldern sehr große Populationen, die beim Abreifen des Bestands abwandern. Und weil Thripse schwache Flieger sind, tragen sie warme, aufsteigende Luftströmungen weit mit. An windstillen, schwülen Tagen treten sie deshalb schlagartig in Massen auf.

In den meisten Fällen nicht. Tiere, die an einem schwülen Tag auf Haut, Wäsche oder Fensterbank landen, stammen aus dem Freiland und verschwinden von selbst, sobald der Schwarmflug endet. Nützlinge lohnen sich erst, wenn die Thripse an Ihren Pflanzen sitzen und dort silbrige Saugstellen hinterlassen.

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