Raubmilben kaufen: Nützlinge gegen Spinnmilben, Thripse & Co.
Raubmilben sind winzige Jäger mit großer Wirkung. Sie vertilgen Spinnmilben, Thripse und sogar die Rote Vogelmilbe – ganz ohne Chemie, rückstandsfrei und sicher für Mensch und Tier.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Raubmilbe gegen welchen Schädling hilft, wie Sie die Nützlinge richtig einsetzen und können direkt die passende Raubmilben-Art gegen Ihre Schädlinge kaufen.
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Was sind Raubmilben – und warum wirken sie so zuverlässig gegen Schädlinge?
Raubmilben gehören zu den wirksamsten Nützlingen im biologischen Pflanzenschutz. Sie übernehmen die Arbeit, die in der Natur ohnehin ihr Job ist: Schädlinge fressen.
Eine Raubmilbe ist ein winziges Spinnentier mit acht Beinen, das sich räuberisch von anderen Milben und Insekten ernährt. Anders als ihre Verwandten, die Spinnmilben, schaden Raubmilben Ihren Pflanzen nicht – im Gegenteil: Sie spüren Schädlinge aktiv auf, saugen sie aus und halten so den Befall in Schach. Genau deshalb werden Raubmilben seit Jahrzehnten erfolgreich im Gewächshaus, im Freiland, in der Wohnung und sogar im Hühnerstall eingesetzt.
„Raubmilbe“ ist dabei ein Sammelbegriff für zahlreiche Arten, die jeweils auf eine bestimmte Beute spezialisiert sind. Die eine Art jagt am liebsten Spinnmilben, die nächste bevorzugt Thripse, eine dritte macht im Stalleinstreu Jagd auf die Rote Vogelmilbe.
Wer Raubmilben kaufen möchte, sollte deshalb zuerst wissen, welcher Schädling überhaupt das Problem ist. Sind Sie unsicher? Dann nutzen Sie unsere kostenlose Online-Schädlingsbestimmung oder schicken Sie uns eine Probe zu, damit unsere Experten für Sie genau bestimmen können, um welchen Schädling es sich handelt.
Raubmilbe oder Spinnmilbe? So erkennen Sie Nützling und Schädling
Beide gehören zu den Spinnentieren und sind nur Bruchteile eines Millimeters groß – trotzdem könnten ihre Rollen kaum gegensätzlicher sein. Die Spinnmilbe ist ein Pflanzenschädling, der Zellsaft aussaugt. Die Raubmilbe ist der Nützling, der die Spinnmilbe frisst. An diesen Merkmalen unterscheiden Sie die beiden:
- Bewegung: Raubmilben sind flink und ständig auf Beutejagd unterwegs. Spinnmilben bewegen sich eher träge und sitzen meist an einer Stelle.
- Farbe & Form: Die klassische Spinnmilbenjäger-Raubmilbe (Phytoseiulus persimilis) ist rötlich, birnenförmig und glänzend. Spinnmilben sind je nach Art und Jahreszeit gelblich, grünlich oder rot, oft mit dunklen Flecken.
- Gespinste: Viele Spinnmilben hinterlassen feine, spinnwebenartige Netze an Blättern und Trieben. Raubmilben spinnen nicht.
- Schadbild: Wo Spinnmilben saugen, entstehen gelbe Sprenkel und vertrocknende Blätter. Raubmilben hinterlassen kein Schadbild – sie räumen es auf.
Tiefergehende Bilder und Erkennungstipps finden Sie auf unserem Ratgeber Spinnmilben erkennen & bekämpfen.

Wie wirken Raubmilben gegen Schädlinge?
Biologie und Lebensweise der wichtigsten Arten
Raubmilben durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien – vom Ei über die Larve und Nymphe bis zur erwachsenen Milbe. Bereits die Jungtiere fressen mit und helfen bei der Bekämpfung von Schädlingen. Die Tiere vermehren sich selbstständig, solange Beute vorhanden ist, und passen ihre Population an das Nahrungsangebot an. Dadurch entsteht ein sich selbst regulierendes Gleichgewicht: Steigt der Befall, wächst auch die Zahl der Jäger.

So jagen und vernichten Raubmilben ihre Beute
Raubmilben durchstreifen aktiv Blätter, Triebe oder das Substrat und stechen gefundene Schädlinge, deren Larven und Eier an, um sie auszusaugen. Wie schlagkräftig das ist, zeigt das Beispiel Phytoseiulus persimilis:
Ein einziges Weibchen dieser Raubmilben-Art erbeutet pro Tag etwa fünf bis sieben ausgewachsene Spinnmilben oder vertilgt rund 20 Eier und Jungtiere. Bei günstigen Bedingungen entwickelt sich die Raubmilbe doppelt so schnell wie ihre Beute – der Schädlingsbestand bricht so innerhalb weniger Wochen zusammen. Erste sichtbare Erfolge stellen sich meist schon nach wenigen Tagen ein, eine deutliche Reduktion in der Regel binnen ein bis drei Wochen.

Welche Raubmilbe wirkt gegen welchen Schädling?
Weil jede Art ihre Lieblingsbeute hat, ist die richtige Auswahl entscheidend für den Erfolg der Schädlingsbekämpfung. Diese Übersicht hilft Ihnen bei der Wahl der passenden Raubmilben-Art gegen Ihren Schädling:
| Raubmilben-Art | Wirkt gegen | Besonderheit | Empfohlenes Produkt |
|---|---|---|---|
| Phytoseiulus persimilis | Spinnmilben (auch bei starker Gespinstbildung) | Hochspezialisierter, sehr schneller Spinnmilbenjäger | Raubmilben gegen Spinnmilben€ 12,50 |
| Amblyseius swirskii | Weiße Fliege, Thrips, Spinnmilben & Falsche Spinnmilbe (Orchideen, Sukkulenten) | Wärmeliebender Allrounder, auch vorbeugend (frisst Pollen) | Raubmilben Amblyseius swirskii€ 3,00 / Tüte |
| Neoseiulus cucumeris (Amblyseius cucumeris) | Thripse (junge Larven), Weichhautmilben | Bewährter Thrips-Spezialist, auch bei kühleren Temperaturen | Raubmilben-Mischung gegen Thripse€ 12,50 Raubmilben-Tüten – Thripse€ 2,00 |
| Amblyseius californicus | Spinnmilben, auch bei geringer Beutedichte | Robust, kommt mit Wärme und Trockenheit gut zurecht | Raubmilben-Mischung€ 12,50 Raubmilben-Tüten – Spinnmilben€ 3,00 |
| Hypoaspis miles (Stratiolaelaps scimitus) | Rote Vogelmilbe, Trauermückenlarven & Thrips-Puppen im Boden | Bodenbewohnende Raubmilbe für Stall, Beete, Zimmerpflanzen & Gewächshaus | Raubmilben gegen Rote Vogelmilbe€ 20,00 |
Raubmilben vs. chemische Bekämpfung – die Vorteile auf einen Blick
- Keine Rückstände: Auf Obst, Gemüse, Zierpflanzen oder in Eiern bleibt nichts schädliches zurück.
- Keine Resistenzen: Schädlinge können gegen einen Fressfeind keine Widerstandskraft entwickeln – gegen chemische Wirkstoffe schon.
- Nachhaltig: Die Nützlinge vermehren sich selbst und schützen oft über die akute Behandlung hinaus.
- Umweltschonend: Andere Nützlinge, Bienen und das Bodenleben werden nicht geschädigt.
- Einfache Anwendung: Ausbringen, fertig – die Tiere arbeiten eigenständig und bekämpfen die jeweiligen Schädlinge.
Sind Raubmilben für Menschen, Kinder und Haustiere sicher?
Ja. Die hier eingesetzten Raubmilben interessieren sich ausschließlich für ihre tierische Beute. Sie stechen weder Menschen noch Haustiere, übertragen keine Krankheiten und hinterlassen keine Giftstoffe. Damit eignen sie sich auch für Wohnräume, Kinderzimmer, Wintergärten und Ställe. Sobald keine Beute mehr da ist, verschwinden die Nützlinge von selbst.
Raubmilben gegen Thripse einsetzen
So erkennen Sie einen Thripsbefall
Thripse – auch Fransenflügler (Thysanoptera) oder Gewittertierchen genannt – sind 1–3 mm kleine, längliche Insekten in Gelb, Braun oder Schwarz. Sie saugen die Blattzellen aus und hinterlassen typische silbrig schimmernde Flecken, dazu verkrüppelte Blätter und winzige schwarze Kotpünktchen. Diese Zimmerpflanzenschädlinge befallen besonders gerne Pflanzen wie die Monstera. Da Thripse Pflanzenviren übertragen, sollten Sie früh handeln. Alle Details dazu finden Sie im Ratgeber Thripse erkennen & bekämpfen.
Diese Raubmilben wirken am besten gegen Thripse
Als Raubmilben gegen Thripse haben sich vor allem die Raubmilben-Arten Neoseiulus cucumeris – bei wärmeren Bedingungen – Amblyseius swirskii bewährt. Sie fressen gezielt die Larven und Eier der Fransenflügler und unterbrechen so deren Vermehrung. Ergänzend gehen Nematoden oder die Bodenraubmilbe Hypoaspis miles gegen die Puppen im Substrat vor.

Anleitung: Raubmilben gegen Thripse richtig ausbringen
- Setzen Sie die Nützlinge möglichst beim ersten Anzeichen eines Befalls ein – je früher, desto besser.
- Verzichten Sie mindestens sechs Wochen vor und während der Behandlung auf chemische Pflanzenschutzmittel.
- Streuen Sie das Substrat gleichmäßig auf die oberen, leicht angefeuchteten Blätter. Alternativ hängen Sie die leicht eingerissenen Tüten in die Pflanzen. Besetzen Sie jede oder jede zweite Pflanze mit den Raubmilben.
- Hängen Sie ergänzend Zuchttütchen direkt in die Pflanze – aus ihnen schlüpfen über Wochen kontinuierlich neue Raubmilben nach.
- Bringen Sie die Tiere morgens oder abends aus und sorgen Sie für eine gleichmäßige Luftfeuchte.
- Denken Sie daran, die Anwendung nach ca. 2 Wochen zu wiederholen.
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- Tipp: clever kombinieren
Hängen Sie zusätzlich Blautafeln auf – Thripse werden von Blau besonders angezogen, das hilft beim Monitoring und senkt den Befallsdruck. Ein Wasserextrakt aus Neemsamen wirkt über den Wirkstoff Azadirachtin zusätzlich von innen, indem er die Häutung der Schädlinge verhindert. Auch Florfliegenlarven können bei einem starken Befall gegen die Schädlinge eingesetzt werden und unterstützen die Raubmilben effektiv.
Raubmilben gegen Spinnmilben einsetzen
So erkennen Sie einen Spinnmilbenbefall
Spinnmilben (Tetranychidae) treten besonders in der trockenen Heizperiode auf. Erste Anzeichen sind gelb gesprenkelte Blätter und feine Gespinste, die nach dem Besprühen mit Wasser glänzend sichtbar werden. Ein einfacher Test: Halten Sie ein weißes Blatt Papier unter die Pflanze und schütteln Sie diese leicht – bewegen sich winzige Pünktchen darauf, haben Sie es vermutlich mit Spinnmilben zu tun.
Diese Raubmilben wirken am besten gegen Spinnmilben
Der spezialisierte Jäger Phytoseiulus persimilis ist die erste Wahl bei akutem Spinnmilbenbefall. Bei wechselnder Beutedichte, Wärme und Trockenheit ergänzt die robustere Art Amblyseius californicus die Bekämpfung. Eine Einheit unserer Raubmilben gegen Spinnmilben enthält rund 500 Tiere und reicht für etwa 5 m². So berechnen Sie Ihren Bedarf: zu behandelnde Fläche einfach durch 5 teilen und danach die entsprechende Menge Raubmilben kaufen.
Eine Sonderrolle spielt die Falsche Spinnmilbe (Brevipalpus), die vor allem Orchideen und Sukkulenten befällt: Sie wird von Phytoseiulus persimilis nicht erfasst. Hier greifen Sie am besten zur Allrounder-Raubmilbe Amblyseius swirskii.


Anleitung: Raubmilben gegen Spinnmilben richtig ausbringen
- Bringen Sie die Tiere am Morgen oder Abend nach Erhalt aus – sie sind sofort einsatzbereit.
- Streuen Sie das Substrat gleichmäßig auf angefeuchtete Blätter im oberen Pflanzenbereich oder hängen Sie die leicht eingerissenen Tüten einfach an die Pflanzen. In stark befallenen Zonen ruhig mehr.
- Legen Sie die geleerte Tüte ein bis zwei Tage an die Pflanze – darin sitzen oft noch Nützlinge.
- Halten Sie 18–25 °C und 60–85 % Luftfeuchte. Morgendliches Besprühen mit Wasser fördert die Raubmilben.
- Wiederholen Sie die Behandlung nach etwa zwei Wochen.
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- Tipp: Spinnmilben nachhaltig bremsen
Spinnmilben lieben trockene Luft. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit und unterstützen Sie die Raubmilben bei der Bekämpfung der Schädlinge mit einem Sud aus Neemsamen. Mehr Hintergrundwissen liefert unser Ratgeber Spinnmilben bekämpfen.
Amblyseius swirskii: Allrounder Raubmilben gegen Weiße Fliege, Thrips & Falsche Spinnmilbe
Nicht jeder Befall lässt sich einem einzigen Schädling zuordnen – oft treten Weiße Fliege, Thrips und Milben gemeinsam auf. Für solche Fälle sind Raubmilben der Art Amblyseius swirskii die ideale Wahl: wärmeliebende Allrounder mit breitem Beutespektrum, die sich sogar von Pollen ernähren und sich dadurch schon vorbeugend in der Kultur etablieren – lange bevor der Befall eskaliert.

Wogegen wirkt die Amblyseius swirskii Raubmilbe?
Die größte Stärke dieser Raubmilben ist die Weiße Fliege: A. swirskii vertilgt gezielt deren Eier und junge Larven und bricht den Vermehrungszyklus, bevor er außer Kontrolle gerät. Ebenso gehen diese Nützlinge an junge Thripslarven und an Spinnmilben – Letztere allerdings nicht in dichten Gespinsten, wo Phytoseiulus persimilis die bessere Wahl bleibt. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist die Falsche Spinnmilbe (Brevipalpus) an Orchideen und Sukkulenten wie Kakteen oder Aloe vera – diese wird nur von A. swirskii zuverlässig bejagt.
Anleitung: Amblyseius swirskii richtig einsetzen
Die Tiere kommen als fertige Zuchttüte – ein geschlossenes „Mini-Zuchtsystem“, aus dem über Wochen neue Raubmilben nachwandern. Fassen Sie die Tüte nur am oberen Papprand an, vergrößern Sie das vorgefertigte Loch nicht und hängen Sie sie geschützt in den oberen Pflanzenbereich (nicht in die pralle Sonne). Lassen Sie die Tüte mindestens drei Wochen hängen. Eine Tüte enthält rund 250 Tiere und reicht für etwa 4 m². Bei Einzelpflanzen genügen 1–2 Tüten. Am wohlsten fühlt sich A. swirskii bei rund 25 °C und 75–80 % Luftfeuchte. Wichtig: Auf Tomaten wird die Art wegen der klebrigen Drüsenhaare nicht eingesetzt.
Produktempfehlung: Amblyseius swirskii Raubmilben
- Tipp: bei starkem Befall clever kombinieren
Gegen eine hartnäckige Weiße Fliege lohnt sich die Kombination mit spezialisierten Schlupfwespen (Encarsia formosa). Natürlich können Sie bei uns auch die passenden Schlupfwespen kaufen. Sitzt der Thrips schon im Substrat, ergänzt die Bodenraubmilbe Hypoaspis miles, und ein Sud aus Neemsamen unterstützt zusätzlich von innen.
Raubmilben gegen die Rote Vogelmilbe im Hühnerstall
So erkennen Sie einen Befall durch Rote Vogelmilben
Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) ist ein blutsaugender Ektoparasit, der nachts über Hühner, Tauben und andere Vögel herfällt und sich tagsüber in Ritzen versteckt. Anzeichen sind unruhige Tiere, blasse Kämme, sinkende Legeleistung und rote Pünktchen an Sitzstangen oder Eiern. Auch Menschen können Hautreizungen bekommen (Vogelhalterkrätze).
Diese Raubmilben-Art wirkt am besten gegen die Rote Vogelmilbe
Hier kommt die Bodenraubmilbe Hypoaspis miles (Stratiolaelaps scimitus) zum Einsatz: Einfach das Granulat gleichmäßig auf Sitzstangen, im Einstreu und in den Verstecken verteilen – die Wirkung setzt nach wenigen Tagen ein und reduziert die Population langfristig. Eine Tüte enthält ca. 2.500 Nützlinge und reicht für rund 10 m². Bei akutem Befall rechnen Sie mit etwa 250 Tieren pro m², vorbeugend genügen 100 pro m². Eine Wiederholung nach zwei Wochen ist empfehlenswert. Alles zur Anwendung lesen Sie auf der Produktseite Raubmilben gegen Rote Vogelmilbe und im Ratgeber Rote Vogelmilbe erkennen & bekämpfen.

Produktempfehlung: Hypoaspis miles Raubmilben
Gegen welche Schädlinge helfen Raubmilben nicht?
- Blattläuse: Hier sind Florfliegenlarven die bessere Wahl. Unterstützend wirkt ein Sud aus Neemsamen. Unser Ratgeber zeigt ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Schädlinge erkennen und Blattläuse bekämpfen können.
- Dickmaulrüssler: Hier sind Nematoden gegen Dickmaulrüssler das Mittel der Wahl. Alles Wissenswerte finden Sie in unserem Ratgeber Dickmaulrüssler bekämpfen.
- Schnecken: Zur Bekämpfung dieser Schädlinge setzt man Nematoden gegen Schnecken ein. Wie Sie am besten vorgehen, erfahren Sie im Ratgeber Schnecken bekämpfen.
- Lebensmittelmotten: Motten in Vorräten sind ein Fall für Schlupfwespen: Schlupfwespen (Trichogramma evanescens) und – gerade im Winterhalbjahr – Brackwespen (Habrobracon hebetor), die auch versteckte Larven aufspüren. Mehr im Ratgeber Lebensmittelmotten bekämpfen.
- Kleidermotten: Gegen Textilschädlinge helfen spezialisierte Schlupfwespen gegen Kleidermotten (Trichogramma evanescens gegen Eier, Baryscapus tineivorus gegen Larven), ergänzt durch Neemöl-Mischungen. Alles dazu im Ratgeber Kleidermotten erkennen & bekämpfen.
Häufige Fragen zu Raubmilben
Was sind Raubmilben?
Raubmilben sind nützliche, räuberisch lebende Milben aus der Klasse der Spinnentiere. Sie ernähren sich von Schädlingen wie Spinnmilben, Thripse oder der Roten Vogelmilbe und werden gezielt zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.
Wie sehen Raubmilben aus?
Sie sind nur etwa 0,1–0,5 mm groß, oval bis birnenförmig und besitzen acht Beine. Je nach Art reicht die Färbung von hellbeige über braun bis hin zu rot (etwa bei Phytoseiulus persimilis).
Kann man Raubmilben mit bloßem Auge sehen?
Kaum, dafür sind sie einfach zu klein. Vor einem hellen Hintergrund und mit einer Lupe lassen sich die flinken Tiere am ehesten als sich bewegende Pünktchen erkennen.
Wie funktionieren Raubmilben?
Sie durchsuchen Blätter oder Substrat aktiv nach Beute, stechen Schädlinge, Larven und Eier an und saugen sie aus. Solange Nahrung da ist, vermehren sie sich und halten den Schädlingsbefall dauerhaft niedrig.
Was fressen Raubmilben?
Das hängt von der Art ab: Phytoseiulus persimilis ist auf Spinnmilben spezialisiert, Amblyseius cucumeris bevorzugt Thripse, Hypoaspis miles frisst die Rote Vogelmilbe.
Welche Raubmilbe hilft gegen Spinnmilben?
Bei akutem Befall Phytoseiulus persimilis, bei Wärme und schwankender Beutedichte ergänzend Amblyseius californicus. Beide finden Sie in unseren Raubmilben gegen Spinnmilben und den Raubmilben-Tüten.
Welche Raubmilben gegen Thripse?
Neoseiulus cucumeris ist der bewährte Thrips-Spezialist – erhältlich in unserer Raubmilben-Mischung und einzeln in den Raubmilben-Tüten. Bei wärmeren Bedingungen oder gemischtem Befall ist Amblyseius swirskii eine gute Alternative.
Amblyseius cucumeris oder swirskii – was ist der Unterschied?
Beide bekämpfen Thrips. A. Cucumeris ist der bewährte Spezialist, der auch bei kühleren Temperaturen zuverlässig gegen junge Thripslarven arbeitet. A. Swirskii ist der wärmeliebende Allrounder mit breiterem Beutespektrum (zusätzlich Weiße Fliege und Falsche Spinnmilbe) und etabliert sich dank Pollenernährung auch vorbeugend. Für rein thrips-fokussierte, kühlere Kulturen genügt oft A. cucumeris. Bei gemischtem Befall in der Wärme ist A. swirskii meist die bessere Wahl.
Welche Raubmilbe hilft gegen die Weiße Fliege?
Amblyseius swirskii vertilgt Eier und junge Larven der Weißen Fliege. Bei starkem Befall kombinieren Sie sie mit spezialisierten Schlupfwespen (Encarsia formosa).
Wann sollte man Raubmilben ausbringen?
So früh wie möglich, idealerweise direkt bei den ersten Befallszeichen, und am besten morgens oder abends. Bringen Sie die Tiere zügig nach dem Erhalt aus, da sie sofort einsatzbereit sind.
Wie lange leben Raubmilben?
Eine einzelne Raubmilbe lebt einige Wochen. Solange Beute vorhanden ist, vermehren sie sich laufend, sodass die Population über mehrere Wochen aktiv bleibt.
Wann sterben Raubmilben ab?
Wenn keine Beute mehr da ist, fehlt ihnen die Nahrungsgrundlage und sie sterben auf natürliche Weise ab. Auch ungünstige Temperaturen spielen eine Rolle: Über etwa 35 °C oder unter 10 °C stellen viele Arten Fraß und Eiablage ein, dauerhafter Frost ist tödlich für Raubmilben.
Wie kann man Raubmilben gegen die Schädlinge unterstützen?
Durch passende Bedingungen (Temperatur, Luftfeuchte), Verzicht auf chemische Mittel und ergänzende Maßnahmen wie Neemsamen, Blautafeln, Gelbtafeln sowie das vorherige Abduschen stark befallener Pflanzen.
Was sollte man beim Einsatz von Raubmilben vermeiden?
Vor allem chemische Pflanzenschutzmittel – sie schaden den empfindlichen Nützlingen. Vermeiden Sie außerdem extreme Hitze, pralle Sonne beim Ausbringen und eine zu späte Behandlung.
Sind Raubmilben gefährlich?
Nein, Raubmilben können bedenkenlos eingesetzt werden. Die verschiedenen Arten gehen ausschließlich auf ihre tierische Beute. Sie stechen weder Menschen noch Haustiere und übertragen keine Krankheiten.
Wie wird man Raubmilben wieder los?
Gar nicht aktiv – das ist auch nicht nötig. Sobald die Schädlinge erfolgreich bekämpft wurden, verschwinden die Raubmilben von selbst und werden nie zum Problem.
Raubmilben kaufen – mit Beratung von Spezialisten und echten Biologen
Die Biologische Beratung ist von zwei Diplom-Biolog:innen geführt, mit eigener Nützlingsforschung und persönlicher Beratung: Bei uns erhalten Sie Raubmilben in geprüfter Qualität aus deutscher Zucht. Wählen Sie die passende Art – oder lassen Sie sich vorab von uns kostenlos beraten, damit die Nützlinge optimal wirken.
Oder wollen Sie lieber direkt eine telefonische Beratung zu unseren Raubmilben? Dann rufen Sie uns einfach an: 030 42 8595 85.
Ob Spinnmilben am Fensterbrett, Weiße Fliege an Zimmerpflanzen, Thripse an der Monstera oder die Rote Vogelmilbe im Stall: Wenn Sie direkt die richtigen Raubmilben kaufen, lösen Sie das Schädlings-Problem effektiv auf natürliche, sichere und nachhaltige Weise – und halten Ihre Pflanzen und Tiere gesund.





