Pelzkäfer: Erkennen, Bekämpfen und Vorbeugen
Wenn der Pelzkäfer heimlich mitnascht
Stellen Sie sich vor: Sie holen nach dem Winter Ihre Wolljacke aus dem Schrank und entdecken kleine Fraßlöcher. Oder Sie bemerken winzige Larven in Ihrer Vorratskammer. Der Übeltäter? Höchstwahrscheinlich ein Pelzkäfer. Dieses unscheinbare Insekt ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch erhebliche Schäden an Textilien, Teppichen und manchmal sogar Lebensmitteln anrichten.
In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über den Pelzkäfer: Wie Sie ihn erkennen, welche Gefahren von ihm ausgehen, wie Sie ihn effektiv bekämpfen und einem erneuten Befall vorbeugen. Dabei setzen wir auf wissenschaftlich fundierte Informationen, leicht verständlich erklärt – und stellen Ihnen zudem wirkungsvolle, natürliche Produkte zur Bekämpfung zur Verfügung.
Pelzkäfer erkennen: So identifizieren Sie den Schädling
Wie sieht ein Pelzkäfer aus?
Der Pelzkäfer gehört, wie auch der Teppichkäfer, zur Familie der Speckkäfer (Dermestidae) und wird zwischen 2 und 5 Millimeter groß. Es gibt jedoch mehrere Arten, die sich deutlich in Aussehen und Verhalten unterscheiden:
Brauner Pelzkäfer (Attagenus smirnovi)
- Größe: etwa 2,5–4 mm.
- Farbe: Rötlichbraun, mit feiner Behaarung auf dem Körper.
- Besonderheit: Diese Art wurde ursprünglich aus Zentralasien eingeschleppt. Heute ist sie jedoch auch in Mitteleuropa weit verbreitet.
Gemeiner Pelzkäfer (Attagenus pellio)
- Größe: ca. 3–5 mm.
- Farbe: Dunkelbraun bis schwarz mit zwei charakteristischen weißen Punkten auf den Flügeldecken.
- Besonderheit: Er ist häufig in Haushalten anzutreffen und bevorzugt tierische Fasern.
Dunkler Pelzkäfer (Attagenus unicolor)
- Größe: ca. 3–4 mm.
- Farbe: Gleichmäßig dunkelbraun bis schwarz, glänzend.
- Besonderheit: Diese Art ist durch die fehlenden Flecken weniger auffällig. Sie richtet ähnliche Schäden wie die anderen Arten an.
Alle diese Arten des Pelzkäfers besitzen eine ovale Körperform und zeigen bei Störung ein typisches Totstellverhalten.
Die Pelzkäfer Larve – der eigentliche Schädling
Viel zerstörerischer als der Käfer selbst ist die Pelzkäfer Larve. Diese ist bis zu 6 mm lang, bräunlich und stark behaart. Die Larven verpuppen sich nach mehreren Wochen bis Monaten, je nach Temperatur und Nahrungsangebot. Durch ihre Nahrungsaufnahme, verursachen sie während dieser Zeit die meisten Schäden.

Wo treten Pelzkäfer auf?
Pelzkäfer halten sich bevorzugt in dunklen, ruhigen Bereichen auf. Typische Fundorte sind:
- Kleiderschränke
- Teppichböden (vor allem unter Möbeln)
- Vorratskammern
- Dachböden und Kellerräume
- Tiernester (z.B. von Vögeln im Dachstuhl)
Ein Hinweis auf einen Befall sind kleine Fraßspuren, abgestreifte Larvenhäute oder gar lebende Larven.
Schadwirkung: Wie gefährlich sind Pelzkäfer wirklich?
Materielle Schäden
Pelzkäfer Larven ernähren sich bevorzugt von keratinhaltigen Materialien wie Wolle, Pelz, Leder, Federn oder Haaren. Aber auch Baumwolle oder Kunstfasern können betroffen sein, wenn diese mit Schmutz, Hautschuppen oder anderen organischen Substanzen verunreinigt sind.
Typische Schäden:
- Löcher in Kleidung und Teppichen
- Zerfressene Polstermöbel
- Beschädigte Bücher (vor allem bei Ledereinbänden)
Gesundheitliche Gefahren
Obwohl Pelzkäfer Bisse ein Mythos sind – die Insekten beißen Menschen nicht – können ihre Larven bei empfindlichen Personen Hautreizungen oder allergische Reaktionen auslösen. Der Kontakt mit Larvenhaaren kann zu juckenden Quaddeln führen, insbesondere bei Personen mit Allergien.
Pelzkäfer bekämpfen: Effektive Methoden gegen die ungebetenen Gäste
Einmal entdeckt, sollte die Bekämpfung von Pelzkäfern zügig erfolgen. Je nach Stärke des Befalls empfehlen sich unterschiedliche Strategien.
Natürliche Mittel: Neemöl-Produkte
Wir bieten zwei hochwirksame Neemöl-Sprays an, die eine identische Wirkung gegen die Schädlinge erzielen. Für welche Variante Sie sich entscheiden sollten, hängt davon ab, ob Sie Katzen im Haushalt haben oder nicht.
1. Neemöl-Spray mit ätherischen Ölen
- Ideal für Haushalte ohne Katzen.
- Enthält ätherische Öle, die als natürliche Repellentien dienen.
- Anwendung: Direkt auf befallene Stellen, Teppichränder und Kleiderschränke sprühen. Bei hochflorigen Teppichen ist darauf zu achten, dass die Neemöl-Mischung auch den Fasergrund erreicht, um eine effektive Wirkung zu erzielen.
- Wiederholung: Alle 6 Monate erneut aufsprühen.
2. Neemöl-Spray ohne ätherische Öle
- Sicher für Haushalte mit Katzen.
- Gleich wirksam gegen Larven und adulte Tiere des Pelzkäfers.
- Weniger geruchsintensiv im Vergleich zur Variante mit ätherischen Ölen.
- Anwendung: Wird genauso angewandt, wie die oben beschriebene Mischung mit ätherischen Ölen.
Neemöl wirkt als Fraß- und Entwicklungshemmer, stört den Hormonhaushalt der Larven und verhindert ihre Weiterentwicklung.
Nützlinge gegen Pelzkäfer: Die Lagerpiraten
Schlupfwespen wirken gegen diese Schädlinge nicht. Aber zum Glück gibt es noch Lagerpiraten (Xylocoris flavipes). Hierbei handelt es sich um Raubwanzen, die gezielt Pelzkäfer-Larven jagen. Diese Nützlinge werden etwa 2-3 mm groß und sind somit fast unsichtbar für das menschliche Auge. Sie sind absolut ungefährlich für Menschen und Haustiere und verschwinden nach der erfolgreichen Bekämpfung der Schädlinge wieder von selbst.
Anwendung:
- Nützlinge in der betroffenen Zone ausbringen (z.B. im Vorratslager oder auf Teppichen).
- Achten Sie darauf, dass mindestens eine Temperatur von 20°C eingehalten werden muss.
- Die Luftfeuchtigkeit sollte mindestens 40% betragen.
- 4 Wochen vor und auch während der Anwendung sollten weder chemischen Insektizide, noch Kieselgur angewandt werden.
- Nach ca. 3 Wochen zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Population.
- Die Anwendung sollte, falls nötig, nach 3-4 Wochen wiederholt werden.
Weitere bewährte Methoden
Biologisch:
- Klebefallen zu Monitoring-Zwecken nutzen.
- Waschbare Textilien bei mindestens 60°C waschen.peratur von 20°C eingehalten werden muss.
- Einfrieren befallener Gegenstände (-18°C für mindestens 72 Stunden).
Mechanisch:
- Gründliches Staubsaugen (inkl. Ritzen, Ecken, Teppichunterseiten).
- Möbelrücken und -reinigen.
Chemisch (nur im Ausnahmefall):
- Insektizide mit Pyrethroiden.
- Einsatz nur mit Schutzkleidung und ausreichend Lüftung.
- Nicht in Haushalten mit Kleinkindern oder Haustieren empfohlen.
Vorbeugung: Wie Sie sich dauerhaft schützen
Die beste Bekämpfung ist die Vermeidung eines Neubefalls. Mit diesen Maßnahmen sichern Sie Ihr Zuhause langfristig vor Pelzkäfern:
- Regelmäßiges Staubsaugen und Lüften, insbesondere unter Möbeln und in Ecken.
- Lagerung von Kleidung in luftdicht verschlossenen Behältern oder Taschen.
- Verzicht auf tierische Materialien (z. B. bei Kleidung, Teppichen), wenn möglich.
- Abdichten von Schlupflöchern wie Ritzen, z.B. an Fensterrahmen oder in Dachböden.ren empfohlen.
- Kontrolle von Tiernestern im Dachstuhl oder in der Nähe des Hauses.
- Feuchte, warme Umgebungen vermeiden, denn diese begünstigen die Vermehrung der Pelzkäfer. Trockene, kühlere Räume sind deutlich weniger attraktiv für die Schädlinge.
Zusätzliche Tipps & Hausmittel
- Lavendelsäckchen in den Kleiderschrank legen – vertreibt adulte Tiere durch den Geruch.
- Essigwasser zur Reinigung befallener Flächen nutzen.
- Zedernholz als natürliches Repellent gegen viele Materialschädlinge.
- Kieselgur (Diatomeenerde): Fein verteilen auf Teppichen, tötet Larven durch Austrocknung.
Häufig gestellte Fragen zu Pelzkäfern
Wie werde ich Pelzkäfer wieder los?
Durch eine Kombination aus gründlicher Reinigung, gezieltem Einsatz von Neemöl-Spray und Nützlingen wie dem Lagerpiraten.
Was sind Pelzkäfer?
Pelzkäfer sind kleine Materialschädlinge aus der Familie der Speckkäfer, deren Larven sich von tierischen Produkten wie Wolle, Pelz oder Federn ernähren.
Wie kommen Pelzkäfer in die Wohnung?
Häufig durch geöffnete Fenster, Tiernester in der Nähe, gebrauchte Kleidung oder manchmal auch befallene Lebensmittelprodukte.
Was fressen Pelzkäfer?
Vor allem keratinhaltige Materialien: Wolle, Federn, Leder, Haare. Aber auch andere organisch verschmutzte Textilien.
Warum habe ich Pelzkäfer in der Wohnung?
Pelzkäfer werden von dunklen, ruhigen und staubigen Orten angelockt. Auch mangelnde Hygiene oder unentdeckte Tiernester begünstigen einen Befall.
Sind Teppichkäfer und Pelzkäfer das Gleiche?
Nicht ganz. Teppichkäfer ist ein umgangssprachlicher Begriff, der oft für verschiedene Speckkäferarten verwendet wird, darunter auch der Pelzkäfer.
Was lockt Pelzkäfer an?
Tierhaare, Hautschuppen, Staub, Pelze, Federn – kurz: alles, was organisch und keratinhaltig ist.
Fazit: Bei einem Pelzkäfer Befall sollten Sie schnell handeln – aber natürlich und effektiv
Ein Pelzkäfer-Befall ist kein Grund zur Panik, aber zum Handeln. Mit unseren Neemöl-Sprays und den bewährten Lagerpiraten stehen Ihnen zwei natürliche, sichere und nachhaltige Mittel zur Verfügung, um die Schädlinge effektiv zu bekämpfen.
Informieren Sie sich, treffen Sie gezielte Maßnahmen – und sichern Sie Ihre Kleidung, andere Textilien und vor allem Ihre Gesundheit dauerhaft.
Ihre natürliche Lösung gegen Pelzkäfer
- Niem
BIp Niemölmischung 10 qm
€ 13,00Ursprünglicher Preis war: € 13,00€ 12,35Aktueller Preis ist: € 12,35. - Niem
BIp Niemölmischung ohne ätherische Öle 10 qm
€ 13,00Ursprünglicher Preis war: € 13,00€ 12,35Aktueller Preis ist: € 12,35.







